Methode

 

 "Der Körper wählt immer den einfachsten Weg, vorausgesetzt er kennt ihn."

 

Nur was, wenn er ihn nicht kennt?

 

Die Motorik des Körpers läuft zum größten Teil unterbewusst ab. Und das ist auch gut so, denn die Abläufe sind meist zu komplex, als dass unser Bewusstsein einen positiven Einfluss darauf nehmen könnte.

 

Skifahrer sind schon lange dahinter gekommen, dass das Training des Gleichgewichtssinns, wie beispielsweise das Balancieren auf dem Seil, eine essenzielle und optimale Ergänzung zum Training auf den Skiern darstellt. Obwohl die meisten dieser Übungen auf den ersten Blick nichts mit Wintersport zu tun haben, ist ihre positive Wirkung darauf jedoch längst erprobt und wird von allen professionellen Sportlern angewandt. So verbessern sie ihre Fähigkeiten beim Fahren ohne ihr bewusstes Zutun.

 

Können wir Blechbläser diese Erkenntnis adaptieren?

 

Malte Burba zeigt mit seiner Methode, wie man der Intuition gezielt auf die Sprünge helfen kann. Elementare Körperfunktionen und die Geschicklichkeit werden effizient und logisch nachvollziehbar trainiert und eröffnen dem Musiker ungeahnte technische Möglichkeiten auf dem Instrument.

 

 

 

 

"Blechblasinstrumente sind physikalisch gesehen gar keine richtigen Musikinstrumente!"

 

Normalerweise kann ein Instrument ja nur zwei Dinge machen: einen Ton erzeugen und einen Ton verstärken, es besteht also aus einem Schwingungserzeuger (Generator) und einem Schwingungsverstärker (Resonator).

Bei Klavier, Gitarre, Geige sind die Saiten der Generator und der Kasten der Resonator, oder bei Holzblasinstrumenten erzeugt das Blatt die Schwingung, und das Rohr verstärkt sie. Anders bei Blechblasinstrumenten! Ihnen fehlt schlicht der wichtigste Bestandteil, der bei allen anderen Musikinstrumenten die physikalische Basis der Tonerzeugung ist, nämlich der Generator!

Der Musiker ist also nicht nur der Auslöser der physikalischen Generatorfunktion, indem er eine Taste drückt, an einer Saite zupft oder auf ein Blatt beißt, sondern der Körper des Musikers selbst, die Lippen in Verbindung mit der Luft, ist der Schwingungserzeuger. So gesehen ist eben ein Blechblasinstrument kein vollwertiges - weil unvollständiges - Musikinstrument.

 

Der Musiker, der ein Blechblasinstrument erlernen will, findet nur einen Schwingungsverstärker vor, den es mit effizienter Körperarbeit zu bändigen gilt.

 

 

 

 

"Die Funktion des Schwingungserzeugers im eigenen Körper muss sich der Musiker erst erarbeiten."

 

Wenn bei einem Klavier die Hälfte der Tastatur fehlt oder bei einer Orgel der Motor nicht funktioniert, würde man vor dem Spielen auch immer einen Instrumentenbauer heranziehen; wenn Blechbläser Schwierigkeiten mit den Problemfeldern Klang, Ausdauer, Umfang und Kontrolle haben, dann sind das keine Probleme des Instruments oder der Musik, sondern Probleme des Generators, die dort gelöst werden sollten, wo sie entstehen, nämlich durch die Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper.

Dazu muss man nur wissen, wie der Generator physikalisch funktioniert und welche einfachen und natürlichen Möglichkeiten unser Körper hat, diese physikalischen Anforderungen zu meistern.

 

Dabei haben Blechbläser zusätzlich zur Andersartigkeit der Schwingungserzeugung im Gegensatz zu den meisten anderen Instrumentalisten auch noch besondere Probleme, die aus den verschiedenen Qualitäten von Muskulatur herrühren.

Es gibt:

  • bewusste Muskulatur, die aus dem Alltag vertraut ist (z.B. die Finger),
  • unbewusste Muskulatur (z.B. die mimische Muskulatur),
  • vegetative Muskulatur, die zum körpereigenen „Betriebssystem“ gehört und normalerweise nicht bewusst und direkt gesteuert wird (z.B. die Atmung), - psychomotorische Muskulatur, die auf unsere Befindlichkeit reagiert (Stimmbänder, Atmung),
  • Muskulatur, die z.T. nur nach physikalischen Gesetzmäßigkeiten ohne physiologische Aktivität funktionieren kann (auch die Stimmbänder)

Natürlich gibt es jede Menge Überschneidungen/Zusammengehörigkeiten.

 

 

Lästigerweise benötigt aber ein Blechbläser all diese "unnormalen" Muskeln, um den körpereigenen Generator in Gang zu setzen. Bei der Ausbildung wird:

  1. ein Bewusstsein für die Muskeln geschaffen, die Blechbläser zum Spiel auf ihrem Instrument benötigen,
  2. ein Übungsprogramm erstellt, durch das die notwendigen Muskeln trainiert werden und
  3. gelernt, wie man überflüssige oder gar kontraproduktive Aktivitäten vermeidet.

Der besondere Vorteil dieses Ausbildungsprogramms ist, dass alle Übungen zunächst unabhängig vom Instrumentalspiel praktiziert werden!

 

Die Musiker spielen also auf ihrem Instrument wie gewohnt weiter und verbessern unabhängig davon ihre motorischen Voraussetzungen. Sie brauchen auch später in der Regel nicht bewusst in den Vorgang des Spielens einzugreifen, weil die Übungen vor allem die intuitiven Fähigkeiten verbessern und weitgehend ohne bewusste Verhaltensänderungen das Spiel positiv verändern.

 

Unterstützung und Anleitung bei der Lösung aller Blechblas-Probleme bieten die lizenzierten Lehrer auf dieser Seite, die allesamt hervorragend ausgebildet sind und sich regelmäßig weiter qualifizieren.

 

Außerdem bietet Malte Burba Meisterkurse an, bei denen die Methode und alle relevanten Hintergründe erklärt werden. 

 

 

 

Anwendungsbeispiele

 

 

Warm-up

 

 


 

Der Lippentriller